Sensoren Cloud

Handbuch

Sensoren Cloud zeigt den letzten Messwert eines Sensors an. Dieses Handbuch erklärt, wie diese Werte ins System gelangen.

1. Sensor-ID

Eine ID besteht aus 8–12 Zeichen (A–Z, 0–9). Für eigene Geräte stellen Sie immer einen 4-Zeichen-Prefix voran, getrennt durch -. Prefix-lose IDs sind GLA-intec-Geräten vorbehalten:

GBA00123           (GLA-intec, prefix-los)
ACME-ABCD1234      (mit Prefix "ACME")

Über einen Prefix reservieren Sie eine ganze ID-Range mit gemeinsamem Token.

2. Werte pushen

Senden Sie die Telemetrie per POST an /api/telemetry, mit der Sensor-ID (inkl. Prefix) im Feld serial. Der erste Push auf einen neuen Prefix setzt einmalig das Token (Trust-on-first-use); danach ist der Prefix für Sie reserviert und alle PREFIX-*-IDs teilen sich dieses Token. Prefix-lose Pushes werden abgelehnt. Gateways melden zusätzlich die gesehenen Sensoren im Feld readings (nur derselbe Prefix, fremde werden ignoriert).

curl -X POST https://<host>/api/telemetry \
  -H "content-type: application/json" \
  -d '{
    "token": "meinGeheimesToken1",
    "serial": "ACME-ABCD1234",
    "distance": 420,
    "rssi": -87,
    "batteryMv": 3600
  }'
  • token – mind. 8 Zeichen (A–Z a–z 0–9). Das Token gilt für den gesamten Prefix (alle PREFIX-*-IDs).
  • distance – der gemessene Abstand in Millimeter (Integer, optional). status und error sind optionale Freitextfelder (max. 32 Zeichen) für Gerätezustand bzw. Fehler. sensorCount (Gateways), rssi, batteryMv, locationCoords und locationName sind ebenfalls optional. gatewaySerial wird nicht vom Client gesetzt, sondern intern aus der Root-ID abgeleitet.
  • Es gibt kein Token-Recovery: verloren = verloren.

3. 2,4-GHz-Funk- und LoRaWAN-Geräte

Daten aus 2,4-GHz-Funk- und LoRaWAN-Geräten laufen über Kunden-Infrastruktur und lassen sich nicht als authentisch überprüfen. Deshalb übernimmt die Plattform sie nicht automatisch. Wer solche Werte anzeigen möchte, reserviert sich eine ID oder einen Prefix und pusht die Werte selbst über die Push-API aus Schritt 2.

→ TTN-Assistent: Webhook und Decoder einrichten

4. Produktions-IDs & NB-IoT

IDs im Muster G… mit genau 8 Zeichen (^G[A-Z0-9]{7}$) sind GLA-intec-Produktionsgeräten vorbehalten. Kunden-Pushes darauf werden abgelehnt. Für diese Geräte kommen Daten künftig ausschließlich über den vertrauenswürdigen NB-IoT-Direktpfad (in Vorbereitung).

5. Collections

Fassen Sie Sensoren zu einer benannten Liste zusammen, vergeben Sie je Sensor einen Namen und eine Umrechnung (Rohwert, Prozent, Belegt/Frei oder Bereich → Text). Die öffentliche Ansicht zeigt Namen und Werte, aber keine Sensor-IDs. Beim Anlegen erhalten Sie einen Edit-PIN; ein optionaler Read-PIN schützt zusätzlich das Ansehen.

6. Öffentliche Lese-API

Für Integrationen gibt es eine bewusst einfache, stabile GET-API unter /api/v1 – nur Lesen, keine Header/Payload nötig, offenes CORS. Distanzwerte sind immer in Millimeter (mm).

Einzelner Sensor (letzter Wert + Zeitstempel):

curl https://<host>/api/v1/sensors/ACME-ABCD1234

{ "id": "ACME-ABCD1234", "distance": 420, "lat": 53.0793,
  "lon": 8.8017, "lastSeenAt": "2026-07-09T09:00:00Z" }

Ganze Collection (nur Name + Werte, keine Sensor-IDs):

curl https://<host>/api/v1/collections/<id>

{ "id": "<id>", "name": "Höfe Bremen", "items": [
  { "name": "Hof Nord", "distance": 300,
    "percent": 90, "text": "90 %", "lastSeenAt": "…" } ] }

Ist ein Read-PIN gesetzt, hängen Sie ?pin=… an die Collection-URL an.